Was ist Parabadminton

Rollstuhlbadminton (Parabadminton) wird in Einzel- Doppel- und Mixedspielen ausgetragen. Die Feder-Shuttles (Federbälle) werden mit einem normalen Badminton-Racket gespielt. Anfänglich kann in einem Alltags- Rollstuhl gespielt werden, allerdings kann man sich mit einem Badminton-Rollstuhl viel besser bewegen. Dieser Sportrollstuhl hat grosse, nach innen geneigte Räder (Bezeichnung: Sturz) und hat vorne und hinten ein oder zwei Stützräder. Diese verleihen dem Rollstuhl eine bessere Stabilität und schützen die Spielenden vor dem Hinauskippen beim Abnehmen von hohen Bällen.

Seit 1998 werden Schweizer Meisterschaften in den Kategorien Doppel (gemischt) sowie Damen- und Herren-Einzel durchgeführt.

 

Wie das praktisch aussieht, findet ihr hier:

http://www.sonjahaesler.ch/galerie/filme-interviews/ 

 

Regeln/Klassifikation

 

Die Netzhöhe beträgt 1,55 m (analog Fussgänger). Der Aufschlag  muss immer zwischen der vorderen und der hinteren Aufschlagslinie platziert, seitlich kann bis zur Aussenlinie gespielt werden. Danach kann bis zur hinteren Feldbegrenzung gespielt werden, vorne muss immer über die vordere Aufschlagslinie gespielt werden Die Einzelspiele werden auf einer Hälfte des Doppelfeldes ausgetragen. Bei den Doppelspielen wird die ganze Breite des Feldes ausgenützt, wobei der Aufschlag immer diagonal in die gegenüberliegende Feldhälfte gespielt werden muss. Nach jedem gewonnenen Punkt muss der Aufschläger in die andere Feldhälfte wechseln. Es werden zwei Gewinnsätze auf 21 Punkte gespielt.

 

Beim Rollstuhl-Badminton gibt es zwei behinderungsspezifische Kategorien. In der Kategorie 2 sind Spieler, die keine oder geringe Einschränkungen (Lähmungen) der Bauchmuskulatur haben. Die Kategorie 1 hat in der Rumpfstabilisation Nachteile und benötigt mindestens eine Hand zur Aufrichtung und Stabilisation des Oberkörpers.

 

Zählweise «Rallypoint»

Für jeden gewonnenen Ballwechsel wird ein Punkt vergeben. Zusätzlich erhält die Partei, die den vorangegangenen Ballwechsel für sich entschieden hat, das Aufschlagsrecht. Jede Partei kann unabhängig vom Aufschlag punkten. Es werden zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte je Satz gespielt.
Eine Partei hat einen Satz gewonnen, wenn sie als Erste 21 Punkte erreicht und dabei mindestens 2 Punkte mehr als die gegnerische Partei hat.  Das Spiel wird so lange verlängert, bis eine Partei mit 2 Punkten führt (bis maximal 30 Punkte). Ein Satzergebnis von 30:29 ist demnach möglich.